Hausmittel bei Wechselbeschwerden

Hitzewallungen, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen sind nur einige der Beschwerden, unter denen Frauen in den Wechseljahren häufig leiden. Auch Wassereinlagerungen oder eine Gewichtszunahme können Begleiterscheinungen der Menopause sein. Neben der von vielen Frauen nicht gewünschten Behandlung mit Hormonpräparaten, gibt es Hausmittel bei Wechselbeschwerden, die für Linderung der Beschwerden sorgen können.

Was sind Wechselbeschwerden und welche Formen können sie annehmen?

Während der Wechseljahre, also der Zeit, in der die Eierstöcke der Frau die Östrogenproduktion langsam einstellen, kommt es zu großen körperlichen und seelischen Umstellungen im weiblichen Körper. Diese Umstellungsphase wird von den unterschiedlichsten Beschwerden begleitet. Es sind nicht nur Hitzewallungen und Schweißausbrüche, die Frauen während dieser Zeit zusetzen. Häufige Kopf- und Bauchschmerzen, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Schlafstörungen und Haarausfall treten bei vielen Frauen in den Wechseljahren auf. Zudem sind es starke Stimmungsschwankungen, Veränderungen der Haut, Herzrasen, eine bleierne Müdigkeit während des Tages oder eine vermehrte Scheidentrockenheit, über die einige Frauen klagen.

Wie können Wechselbeschwerden behandelt werden?

Wenn die Beschwerden während der Wechseljahre sehr stark ausgeprägt sind, raten viele Gynäkologen ihren Patientinnen zur Einnahme von Hormonpräparaten. Doch da eine Hormontherapie stets mit gewissen Risiken verbunden und nicht für jede Patientin geeignet ist, kommt diese Behandlungsform nur in einigen Fällen in Betracht. Hinzu kommt noch, dass viele Frauen die Symptome ihrer Wechseljahre lieber mit natürlichen Präparaten als mit künstlich hergestellten Hormonen zu behandeln. Zudem gibt es verschiedene Hausmittel bei Wechselbeschwerden, die für Linderung der Symptome sorgen können.

Welche Hausmittel bei Wechselbeschwerden gibt es?

  1. Mönchspfefferextrakt

    Besonders zu Beginn der Menopause kann Mönchspfeffer dabei helfen, Beschwerden wie Brustspannen oder Hitzewallungen, zu lindern. Der Mönchspfeffer soll bewirken, dass die Produktion von Östrogen im Körper angeregt wird. Die Wirkstoffe des Mönchspfeffers können die Freisetzung des Botenstoffes Dopamin beeinflussen und dadurch die Ausschüttung des Hormons Prolaktin normalisieren. Eingenommen werden kann der Mönchspfeffer, indem man 3 mal täglich 1/2 TL Mönchspfefferextrakt mit warmem Wasser mischt und über ein halbes Jahr trinkt.
  2. Heublumenbad

    Durch einen Heublumenbad-Badezusatz kann Unterleibsschmerzen, sowie Brustspannen oder Kopfschmerzen entgegen gewirkt werden. Dieser Badezusatz kann ganz einfach in der Apotheke erworben werden. 2 bis 3 mal in der Woche empfiehlt sich das Heublumenbad als Hausmittel bei Wechselbeschwerden.
  3. Pflanzenpräparate mit Soja

    Untersuchungen und Erfahrungen asiatischer Frauen legen den Schluss nahe, dass Soja-Präparate das Ausmaß und die Häufigkeit von Hitzewallungen reduzieren können. Um einen positiven Effekt durch Pflanzenpräparate mit Soja erzielen zu können, sollten mindestens 60 Gramm Sojaprodukte pro Tag konsumiert werden. Da der Verzehr von Soja aber auch negative gesundheitliche Folgen haben kann, sollte man die Reaktion des eigenen Körpers auf dieses Produkt besonders beobachten. Alternativ können 2 EL Sojaöl mit Zypressenöl gemischt und als Lotion auf den Körper aufgetragen werden.
  4. Rosmarintee

    Mit einem TL Rosmarin und einer Tasse kochendem Wasser kann ein leckerer und gesunder Rosmarintee aufgebrüht werden. Nachdem der Tee 10 Minuten gezogen hat, kann er abends in kleinen Schlücken getrunken werden, um die maximale Wirkung zu erzielen.
  5. Rotkleetee

    Auch dem Rotkleetee wird nachgesagt, eine positive Wirkung auf Wechselbeschwerden zu haben. Dafür sollen die im Rotklee enthaltenen Isoflavone verantwortlich sein. Das regelmäßige Trinken von Rotkleetee kann dabei helfen, Hitzewallungen zu unterdrücken.
  6. CBD Öl

    CBD Öl kann bei einer Vielzahl von Wechselbeschwerden für Linderung sorgen. So wirkt das Öl auf körpereigene Schmerzrezeptoren und kann daher bei Kopfschmerzen oder Unterleibsschmerzen helfen. Auch bei der Reduktion von Schlafstörungen, sowie von leichten depressiven Verstimmungen kann CBD Öl unterstützend wirken. Das aus der Hanfpflanze extraierte Öl kann zudem angstlösende Effekte erzielen.
  7. Johanniskrautöl oder Johanniskrauttee

    Bei leichten depressiven Verstimmungen, die sich in Folge der Wechseljahre eingestellt haben, kann die Einnahme von Johanniskraut für eine Stimmungsaufhellung sorgen. Ebenfalls bei Hitzewallungen haben Johanniskrautpräparate schon Wirkung gezeigt. Allerdings muss das Johanniskraut täglich eingenommen werden und zeigt erst nach einigen Wochen Wirkung.
  8. Traubensilberkerze

    Die Extrakte aus der Wurzel dieser Pflanze wirken wie körpereigene Östrogene und sind in Deutschland als pflanzliches Arzneimittel zugelassen. Schlafstörungen, Scheidentrockenheit und Hitzewallungen sollen durch den Extrakt der Traubensilberkerze verringert werden können.
  9. Ausreichend Bewegung

    Mit Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Schwimmen oder Joggen bekämpft man nicht nur depressive Verstimmungen, sondern kann auch aktiv einer Gewichtszunahme, die durch die Hormonumstellung begünstigt wird, entgegen wirken. Der Stimmung ist Sport deswegen zuträglich, weil durch ihn Endorphine freigesetzt werden. Wem das starke Schwitzen beim Sport unangenehm ist, der kann sich beim Schwimmen Kühlung verschaffen.
  10. Verzicht kann helfen die Beschwerden zu lindern

    Kein Hausmittel bei Wechselbeschwerden im engeren Sinne, aber dennoch eine geeignete Maßnahme, um Beschwerden in den Wechseljahren zu reduzieren, ist der Verzicht auf Alkohol, Nikotin oder auch Koffein. Wenn diese einfachen Maßnahmen dabei helfen, die Wechselbeschwerden zu reduzieren, fällt der Verzicht gleich viel weniger schwer.
  11. Nachtkerzenöl

    Nachtkerzenöl soll sich positiv auf das hormonelle Gleichgewicht auswirken und ist daher ebenfalls als Hausmittel bei Wechselbeschwerden gut geeignet.

Worauf sollte man bei Hausmitteln gegen Wechselbeschwerden achten?

Besonders im Hinblick auf pflanzliche Arzneimittel sollte darauf geachtet werden, dass diese gut verträglich sind und keine Wechselwirkungen mit anderen, ebenfalls eingenommenen Medikamenten verursachen. Im Zweifel, sollte daher auch die Einnahme natürlicher Hausmittel zunächst mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Desweiteren sollte stets die Qualität der gekauften und verwendeten Produkte im Auge behalten werden. In Sachen Gesundheit sollten hinsichtlich der Qualität der Hausmittel keine Kompromisse eingegangen werden.

Wann sollte ein Arzt bei Wechselbeschwerden aufgesucht werden?

Grundsätzlich sind die Wechseljahre ein natürlicher Prozess und keine Krankheit. Halten sich die Wechselbeschwerden also im Rahmen, sind die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt völlig ausreichend. Doch verstärken sich die Beschwerden im Laufe der Zeit oder verursachen die verschriebenen oder selbstständig eingenommenen Arzneimittel oder Hausmittel bei Wechselbeschwerden unerwünschte Nebenwirkungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

So können Wechselbeschwerden vermieden werden:

  1. Ausreichend trinken! Denn so wird einem möglichen Austrocknen der Haut entgegen gewirkt.
  2. Auf Synthetikfasern und zu dicke Kleidung verzichten! Damit Hitzewallungen und Schweißausbrüche so schnell wie möglich wieder verfliegen, sollte zu Kleidung aus Naturfasern gegriffen werden. Auch das Anziehen nach dem Zwiebelprinzip kann dabei helfen, die Körpertemperatur flexibler zu regulieren.
  3. Finger weg von Alkohol und Zigaretten! Nikotin und Alkohol können die Wechselbeschwerden noch verstärken.

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