Hanfpflanze

Die Hanfpflanze zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und das aus guten Gründen. Die Einsatzmöglichkeiten des Hanfs, lat. Cannabis, gehen weit über eine berauschende Wirkung hinaus. Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich ausführlich mit dem Hanfgewächs und zeigt die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze auf.

Das sind die typischen Merkmale von Hanfpflanzen

Vor allem der hohe Wuchs sticht bei den meisten Arten stark ins Auge, wobei es auch Arten gibt, die eher buschig wachsen. Daneben ist die charakteristische Form der Blätter wohl das entscheidendste Merkmal von Cannabis. Diese Handförmigen Blätter können, je nach Art, bis zu neun gezackte „Finger“ bilden, welche vom Stiel weg wachsen. Insgesamt gibt es drei verschiedene Cannabisarten, deren leicht unterschiedliche Blätter auch eines der Bestimmungsmerkmale sind. Das Motiv des Hanfblattes ist spätestens seit der Hippiebewegung ein Symbol für Freiheit und eine alternative Lebensweise. Bis in die heutige Zeit reicht die Darstellung des Hanfblattes auf unzähligen Produkten, wie zum Beispiel T-Shirts, Fahnen, Mützen und vielem anderen mehr.

Die Pflanzenteile der Hanfpflanze und deren Verwendung

Cannabis ist viel mehr, als ein Suchtmittel. Einzig die Blüten der weiblichen Gewächse bilden den Stoff Tetrahydrocannabinol (THC) und sind somit für eine berauschende Wirkung verantwortlich. Alles andere—vom Samen bis zu den Blättern— kann dagegen wirklich sinnvoll genutzt werden. Ein gutes Beispiel sind Seile und Textilien aus Hanffasern, aber auch Papier. Wenn man bedenkt, dass die Hanfpflanze nur etwa ein halbes Jahr benötigt, um auf eine, mit kleinen Bäumen, vergleichbare Höhe zu wachsen, fällt auf, dass Hanfpapier aus ökonomischer und ökologischer Sicht die bessere Wahl ist. Ganz nebenbei ist das Papier aus Hanf auch deutlich langlebiger, die über 500 Jahre alte Gutenberg-Bibel ist ein deutlicher Beleg dafür. Doch die Einsatzmöglichkeiten für Hanf sind noch weit größer. So können die Fasern beispielsweise für extrem witterungsfeste Segeltücher verwendet werden. Ohne die Fasern aus den Hanfstängeln, aus denen diese Segel bestehen, wäre die Geschichte womöglich anders verlaufen, denn auch die Segel auf den Schiffen von Kolumbus werden zu jener Zeit aus Hanf hergestellt. Doch auch in der Gegenwart werden die Hanffasern recht häufig verwendet. Als Dichtung, zum Beispiel im Sanitärbereich, sind Hanffasern beispielsweise bestens geeignet und ebenso bewährt.

Sogar im Hausbau begegnet uns die Cannabispflanze schon lange in Form von Dämmmaterial. Eine Dämmung mit Hanf kann Wärme so gut isolieren, dass sich das sogar durch einen geringeren Energieverbrauch bemerkbar macht. In den USA wird diese Bauweise mit dem Hemp House auf die Spitze getrieben. Fast das gesamte Haus ist auf der Grundlage von Hanffasern gebaut. Als Baustoff dient das sogenannte „Hemcrete“, nichts anderes, als eine Mischung aus Hanf, Wasser und Leim.

hanf im hausbau
Hanf ist ein hervorragendes Dämmmaterial, Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 272922130, Copyright: artursfoto

Eine weitere Verwendung von Hanf ist die Ernährung, das gilt vor allem für die Hanfsamen und den Produkten, die aus ihnen gewonnen werden. Die äußert nahrhaften Samenkörner können nicht nur gegessen werden, sondern auch gepresst. Auf diese Weise erhält man eines der gesündesten Öle, das es gibt.

Wofür die Hanfpflanze alles nützlich ist, haben wir noch einmal zusammengefasst:

  • Textilien
  • Seile
  • Papier
  • Segel
  • Dämmstoff
  • Baumaterial
  • Ernährung

Hanfpflanzen haben eine kulturelle Bedeutung

Aufgrund dieser zahlreichen, nützlichen Eigenschaften, ist die Cannabispflanze in weiten Teilen der Welt fest im kulturellen Bewusstsein verankert. Schon in der Steinzeit wird Cannabis angebaut, was sich unter anderem anhand von Höhlenmalerei beweisen lässt. Diese Tatsache hat ihr auch in der Wissenschaft die Bezeichnung „kulturbegleitende Pflanze“ eingebracht. Die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten, gepaart mit der Robustheit, sind natürlich förderlich für eine weltweite Verbreitung. Ursprünglich stammt der Hanf aus dem zentralasiatischen Raum.

Das ist die Rechtslage zum Thema Hanfpflanzen

Als Privatperson ist der Anbau von Hanfpflanzen in den meisten Ländern nicht erlaubt, das gilt auch für den sogenannten Nutzhanf. Das Geschlecht der Pflanze und der THC-Gehalt spielen keine Rolle bei diesem Verbot. Eine Ausnahme bietet zum Beispiel das österreichische Gesetz. Hier gilt: Der Anbau ist solange legal, bis die Cannabispflanzen beginnen zu blühen. Bis dahin dürfen sie als Zierpflanzen gezüchtet werden. Andere Länder gehen in jüngster Zeit sogar noch weiter. So ist es den Bürgen von Uruguay zum Beispiel erlaubt, bis zu sechs Cannabispflanzen selbst auf dem Balkon oder im Garten zu züchten. Auch in Deutschland werden die Zeichen der Zeit langsam aber sicher sichtbar. Vor allem die Freigabe von medizinischem Cannabis und ein Gerichtsurteil, welches sich für den Eigenanbau durch einen schwerstkranken Mann ausspricht, sind in der Vergangenheit wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer kompletten Legalisierung.

Ein kurzes Fazit

Die Hanfpflanze hat, aufgrund ihrer charakteristischen Blattform und ihrer Wuchsform einen hohen Wiedererkennungswert. Diese Pflanze begleitet den Menschen schon seit den frühen Anfängen seiner Geschichte. Diese Tatsache macht sie zu einer kulturbegleitenden Pflanze. Vor allem die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, in Kombination mit der Widerstandsfähigkeit des Cannabis, haben diese Pflanze weltweit etabliert. Dennoch ist in den meisten Ländern der Anbau, zumindest für Privatpersonen, illegal. Eine Ausnahme ist Österreich, hier dürfen die Pflanzen solange gezüchtet werden, bis sich die ersten Blüten entwickeln. Viele Länder lockern in letzter Zeit ihre Antidrogengesetze, so ist es beispielsweise in Uruguay völlig legal bis zu sechs Hanfpflanzen anzubauen.

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