Hanfanbau – das muss beachtet werden!

Für den Anbau von Hanf gibt es ebenso unterschiedliche Gründe, wie Methoden. Wir möchten gerne aufzeigen, welche Rahmenbedingungen wichtig sind, damit die Graspflanzen gut gedeihen und welche Sorten sich besonders gut für eine eigene Zucht eignen. Natürlich weist der Artikel auch auf die rechtliche Lage beim Hanfanbau hin.

Indoor vs. Outdoor

Beide Anbaumöglichkeiten bieten natürlich Vor- und Nachteile. Daher ist es wichtig, im Vorfeld darüber nachzudenken, welchen Nutzen die Hanfplantage erzielen soll. Für ein kleines Feld im Freien, zum Beispiel auf dem Balkon oder im Garten, spricht beispielsweise der geringere Aufwand, der im Gegensatz zum Indoor- Anbau von Cannabis, betrieben werden muss. In der Regel braucht es für die Outdoor-Zucht nämlich bedeutend weniger Equipment. So entfallen zum Beispiel aufwendige Be- und Entlüftungen, sowie Lampen. Damit die Hanfpflanzen zum Beispiel Blüten ausbilden, muss sich unter anderem das Verhältnis zwischen Lichtstunden und Dunkelheit verändern. Wie bereits beschrieben, ist für das Gelingen in solchen Fällen beim Indoor-Anbau zusätzliches Equipment nötig. Dabei kann es sich zum Beispiel, wenn es sich um nur wenige Pflanzen handelt, um ein kleines Grow-Zelt handeln. Für den Hanfanbau im größeren Stil ist jedoch oft ein separates Zimmer notwendig.

Hanfanbau
Aufbau der Hanfpflanze für den Anbau, Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 255867535, Copyright: paseven

In diesem Zimmer sollten, für eine erfolgreiche Zucht, dann technische Hilfsmittel eingesetzt werden. Neben den bereits erwähnten Lampen und Lüftungssystemen gehören Wasserpumpen und Standventilatoren zur Standardausrüstung für die Indoor-Zucht von Hanf. Des Weiteren muss der Raum natürlich im Vorfeld entsprechend präpariert werden. Der Aufwand ist jedoch berechtigt, erhält man doch — sofern man es richtig macht — gesunde und ertragreiche Hanfpflanzen. Denn, ein großer Vorteil von Indoor-Zuchten ist, dass die Pflanzen natürlich deutlich seltener von Schädlingen befallen werden.
Im Freien schafft die Natur die nötigen Bedingungen selbst durch Wind, Sonne und das Eintreten der Jahreszeiten. Natürlich entstehen so auch keine horrenden Stromkosten, welche immer wieder der Grund für eine Entdeckung der heimischen Cannabiszucht sind. Für eine Outdoor-Zucht muss auch nicht zwingend ein spezieller Dünger (oftmals aus mehreren Komponenten) eingesetzt werden, da auch auf natürliche Weise, zum Beispiel mit Kompost, gedüngt werden kann.

Welche Hanfsorten eignen sich für die Zucht?

Auch das ist stark abhängig davon, wo die Pflanzen aufgezogen werden. Es gibt Sorten, welche sich besser für eine Zucht im Freien eignen und umgekehrt. Da die Gattung Cannabis im Allgemeinen allerdings eine sehr robuste Pflanze ist, sind diese Unterschiede meist nur minimal. Die allermeisten Sorten können unter den verschiedensten Bedingungen gedeihen. Gerade unter Anfängern in der Grow-Szene haben sich in den letzten Jahren sogenannte Automatics durchgesetzt. Dabei handelt es sich um Sorten, die selbstblühend sind. Das heißt, der Zeitpunkt, an dem die Blütephase einsetzt, ist genetisch festgelegt und nicht von den Jahreszeiten abhängig. Um dieses Ziel zu erreichen werden Cannabis sativa oder Cannabis indica mit dem selbstblühenden Cannabis ruderalis gekreuzt.

Industrieller Hanfanbau
Industrieller Hanfanbau, Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 254298637, Copyright: Goncharuk

Unterschiedliche Ansprüche in den unterschiedlichen Phasen!

Die Aufzucht von Cannabis kann im Groben in zwei Phasen unterschieden werden. Die Entwicklung der Pflanzen wird in die sogenannte Wachstums- und Blütephase unterteilt. Jede der Phasen ist auf ihre Art anspruchsvoll. Je nach Sorte benötigen die Hanfpflanzen in den Phasen unterschiedlich viel Pflege. Während der Wachstumsphase ist es beispielsweise wichtig, dass die Pflanzen in ausreichend Platz und Licht bekommen. Der Platz ist wichtig, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können. Falls die Pflanzen nicht direkt in der Erde wachsen, empfiehlt sich ein großer Blumenkübel für die Zucht. Um für eine ausreichende Lichtzufuhr zu sorgen, muss die Pflanze regelmäßig beschnitten(auslichten) werden. Natürlich sollten die Hanfpflanzen auch an einem geeigneten Ort, mit ausreichend Sonnenlicht stehen.

Die Gesetzeslage in Österreich und dem Rest der Welt

Der Sinn und Zweck einer Hanfplantage ist natürlich die Ernte. In Österreich ist dieser Schritt allerdings per Gesetz verboten. Genauer gesagt, die Pflanzen dürfen nur solange legal gezüchtet werden, bis die Blühphase eintritt. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt Cannabis als Zierpflanze und darf dementsprechend gezüchtet werden. Das ist, im Gegensatz zu anderen Ländern Europas, ein sehr liberales Gesetz. In Deutschland beispielsweise ist die Zucht komplett verboten, zumindest für Privatpersonen. Wenn in Europa vom Hanfanbau die Rede ist, dann fällt der Blick meist sehr schnell in Richtung Niederlande. Dort ist zwar der Verkauf seit über 40 Jahren geduldet, der Anbau allerdings erst seit Kurzem. Damit reagiert die niederländische Regierung auf das Versorgungsproblem der Coffeeshopbetreiber. In anderen europäischen Ländern ist der Anbau für Privatpersonen legal, dazu zählen Belgien(eine Pflanze) und Spanien. Aus diesem Grund haben sich dort, nach vielen rechtlichen Hürden, sogenannte Cannabis Social Clubs(CSCs) gegründet. Diese Vereine ermöglichen es den Mitgliedern(natürlich Privatpersonen)den Hanf auch mit Freunden gemeinsam anzubauen und zu teilen. Andere Länder der Welt betreiben mittlerweile eine komplette Legalisierung von Hanf, sodass auch der Anbau von Cannabis straffrei von Privatpersonen erfolgen kann. Gemeint sind selbstverständlich Kanada und Uruguay.

Mit viel Liebe zum Erfolg

Der sprichwörtliche „grüne Daumen“ sollte bei der Aufzucht von Cannabis schon vorhanden sein, da die Pflanzen sehr viel Pflege und Aufmerksamkeit benötigen. Als guter Gärtner, bzw. als gute Gärtnerin, muss auf die Bedürfnisse der Pflanzen eingegangen werden. So muss zum Beispiel erkannt werden, ob und wann der Hanf umgetopft oder beschnitten werden sollte. Auch eine regelmäßige Kontrolle nach Blattläusen, Fäule und Schimmel ist für eine erfolgreiche Hanfzucht unabdingbar. Je intensiver diese Kontrolle durchgeführt wird, desto zufriedenstellender wird auch die Ernte ausfallen.

Das grüne Fazit

Hanf kann entweder im Freien (Outdoor), als auch in geschlossenen Räumen (Indoor) gezüchtet werden. Beide Methoden haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Sofort ins Auge sticht dabei der unterschiedliche Aufwand, der für die Zucht betrieben werden muss. Fast alle Sorten Cannabis eignen sich sowohl für Indoor, als auch für Outdoor. In den letzten Jahren haben sich bei Züchtern, besonders bei Anfängern, sogenannte Automatics etabliert. Der große Vorteil dieser Sorten liegt darin, dass der Zeitpunkt der Blütenbildung in den Genen verankert ist und nicht von den Jahreszeiten abhängig ist. Egal, welche Sorte ausgewählt wird, die Zucht kann immer in zwei Phasen unterschieden werden, der Wachstums- und der Blütephase. Je nach Stadium des Hanfs, benötigen die Pflanzen unterschiedliche Pflegemaßnahmen. Was die Gewächse während der gesamten Lebensdauer benötigen ist Liebe. In den meisten Ländern ist der Anbau von Hanf komplett illegal. In Österreich beispielsweise ist er nur gestattet, bis die Pflanzen beginnen zu blühen. Begrenzt erlaubt ist die Hanfzucht beispielsweise in Kanada.

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