Hanf

Die Hanfpflanze ist seit langer Zeit in der Geschichte der Menschheit fest verankert. Dabei sind die Nutzungsmöglichkeiten der Pflanze vielschichtig und gehen weit über eine berauschende Wirkung hinaus. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe für den positiven Imagewandel von Hanf in den letzten Jahren.

Die kulturelle Geschichte von Hanf

Die Hanfpflanze, lat. Cannabis, begleitet die Menschheit bereits seit ihren Anfängen. Höhlenmalerei, zum Beispiel, ist ein unwiderlegbarer Beweis dafür. Aus diesem Grund wird die Cannabispflanze von Wissenschaftlern auch als kulturbegleitende Pflanze bezeichnet. Die frühe Nutzung von Hanf und die damit verbundende Kultivierung der Pflanze haben natürlich allerlei nützliche Gründe. Stigmatisiert wird Cannabis seit dem ersten Quartal des vergangenen Jahrhunderts. Davor ist sie ein wichtiger Begleiter und sogar Wegbereiter der Menschheit.

Hanf
Hanf – in der Geschichte der Menschheit fest verankert, Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 259926325, Copyright: igor stevanovic

Die Einsatzmöglichkeiten von Hanf sind extrem vielseitig

Im Grunde lässt sich die gesamte Pflanze weiterverarbeiten. So können aus den Gewächsen beispielsweise Fasern gewonnen werden, welche dann unter anderem zu Papier weiterverarbeitet werden können. Hanfpapier ist, dank des schnellen Wachstums von Hanf, eine echte Alternative zu herkömmlichen Papier. Auch die Lebensdauer von Hanfpapier überzeugt, dafür ist die über 500 Jahre alte, aber gut erhaltene Gutenberg-Bibel ein deutlicher Beleg. Ein weiteres, historisches Detail ist, dass die Segelschiffe von Christoph Kolumbus seinerzeit mit Segeln aus Hanffasern ausgestattet sind. Somit trägt Hanf, zumindest indirekt, zur Weltgeschichte bei. Die Seefahrernationen des Mittelalters sind es schließlich, welche den Hanf weltweit verbreiten. Sehr beliebt ist auch die Textilherstellung auf Basis von Hanffasern. Dafür wird der hölzerne Stamm der Pflanze aufgebrochen, um so an die begehrte Hanffaser zu gelangen. Das Wissen um die Nützlichkeit von Hanf, in Sachen Textilherstellung, ist nicht neu. Schon im alten chinesischen Reich ist das Verfahren für die Textil- und Papierherstellung bekannt. Die erste Jeans der Welt, welche im Jahr 1873 patentiert ist, wird von Levi Strauss aus Hanf hergestellt. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg ist dieses Wissen allerdings verloren gegangen, sodass heutzutage die Technik und das Know-how oft fehlen. Erst seit einiger Zeit, wird wieder mit dieser speziellen Textilfaser geforscht.

Und das aus gutem Grund: Im Gegensatz zur gängigsten Naturfaser für Kleidung, der Baumwolle, ist der Anbau von Hanf wesentlich umweltschonender, da deutliche weniger Wasser und keine Pestizide verwendet werden müssen. Die Liste an Stoffen, welche sich aus der Hanffaser gewinnen lassen, ist allerdings noch sehr viel länger. So wird Hanf beispielsweise auch zum Hausbau verendet. Hier übernimmt er unter anderem die Aufgabe als Dämmstoff und ersetzt die hautreizende Glaswolle. Selbst in der Ernährung ist der Hanf nicht wegzudenken, so gelten die ölhaltigen Hanfsamen, aufgrund des hohen Proteingehaltes, sogar als ein sogenanntes Superfood.

Superfood Hanf, Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 262054681, Copyright: Nelli Kovalchuk

Die genannten Verwendungsmöglichkeiten des Hanfs, kurz zusammengefasst:

  • Papier
  • Kleidung
  • Segel
  • Dämmstoff
  • Ernährung

Hanf und seine berauschende Wirkung

An dieser Stelle soll natürlich auch der Cannabisrausch nicht unerwähnt bleiben. Verantwortlich für diese Wirkung ist vor allem das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol, kurz THC, welches sich in den Blüten der weiblichen Pflanze bildet. Obwohl auch männliche Pflanzen blühen können, bilden diese Blüten nicht den Wirkstoff aus. Doch warum wirkt THC so berauschend? Der menschliche Körper bildet eigene Cannabinoide, die diesen Stoff sehr leicht verwerten können. Selbst in der Muttermilch, sind diese chemischen Verbindungen mittlerweile nachgewiesen. Diese Kompatibilität ist auch der Grund für eine lange Liste mit positiven Effekten auf den menschlichen Körper. Neben dem Rauschgefühl wirkt Cannabis unter anderem schmerzlindernd, angstlindernd, appetitanregend und stimmungsaufhellend. Diese Wirkungsweisen gehen auf ein deutlich schwächeres Cannabinoid, dem Cannabidiol (CBD), zurück. Der medizinische Nutzen von Hanf ist also auch nicht zu verachten. Nicht ohne Grund, sind in vielen Ländern mittlerweile, medizinisches Cannabis und CBD-haltige Medikamente für Patienten freigegeben.

Der Hanf und sein Imagewandel

Obwohl Cannabis so tief in unserer menschlichen Kultur verankert ist, hat die Pflanze seit dem letzten Jahrhundert aufgrund der Rauschwirkung ein negatives Image. Erst in jüngster Vergangenheit wird dieser schlechte Ruf wieder stückweise rehabilitiert. Viele Länder liberalisieren derzeit die Antidrogengesetze oder geben medizinisches Marihuana und daraus gewonnene Medikamente frei. Diese neue Haltung ermöglicht es den betroffenen Ländern nicht nur aussagekräftige Studien über den Konsum von Marihuana zu erstellen, sondern ganz nebenbei neue Geschäftsfelder zu schaffen. Der wirtschaftliche Aspekt von Hanf und all seinen Produkten, ist nicht von der Hand zu weisen. Auch die Ökonomie spielt bei diesem Imagewandel eine wichtige Rolle. So brauchen Hanfpflanzen nur wenige Monate, um die Höhe von kleinen Bäumen zu erreichen. Bis ein Baum erntereif ist, vergehen mehrere Jahre, in dieser Zeit kann der Hanf bereits mehrfach abgeerntet werden.

Gibt es auch Nachteile beim Hanf?

Vor allem die süchtig machende Rauschwirkung ist meist das Hauptargument gegen Cannabis. Natürlich ist dieser Effekt in den weiblichen Blüten vorhanden, wirkt sich jedoch nur negativ bei labilen Persönlichkeiten aus. Auch Psychosen und Angstzustände werden mit der vielseitigen Pflanze Hanf in Verbindung gebracht, jedoch können diese durch Cannabis nicht gebildet, sondern lediglich verstärkt werden. Für die berauschende Wirkung, werden die Hanfblüten meist geraucht, das stellt ein Risiko für die Lunge dar. Neuere Studien deuten gar auf ein erhöhtes Herzinfarktrisiko hin, im Zusammenhang mit Cannabiskonsum, da sich beispielsweise die Pulsfrequenz erhöht. Wenn man jetzt die Vor- und Nachteile miteinander vergleicht, überwiegen eindeutig die positiven Eigenschaften von Hanf.

So lautet das Fazit über Hanf

Cannabis, oder auch Hanf genannt, ist schon seit frühester Menschheitsgeschichte eine kulturbegleitende Pflanze. In China ist die Verwendung von Hanf schon sehr lange bekannt. Neben der Herstellung von Papier ist das alte chinesische Reich besonders für Textilien aus Hanf bekannt. Dieses Wissen verbreitet sich, dank der großen Seefahrernationen, über die ganze Welt. Cannabis wird viele Jahrhunderte lang, für verschiedene Zwecke genutzt. Die weibliche Pflanze hat auch eine berauschende Wirkung, aufgrund des Wirkstoffs THC. Diese Wirkung ist auch der Hauptgrund für die Stigmatisierung von Hanf im letzten Jahrhundert. Auch medizinisch kann die Hanfpflanze dienen. Ein anderer Wirkstoff, das CBD, sorgt für Linderung bei vielen Problemen. Das Suchtpotential ist selbstverständlich ein Nachteil des Hanfs, alles in allem hat die Cannabispflanze jedoch mehr Vor- als Nachteile. Nicht nur, dass Hanf komplett genutzt werden kann, der Anbau ist auch deutlich schneller möglich, als das zum Beispiel bei Holz der Fall ist. Selbst aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Cannabis gut, so gelten die Samen als Superfood.

AGES: Infos zu Hanf

Hanfpflanze

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